Geschichte:
Unser Wappen Eine "villa Kerne" ist um 1100 im Güterverzeichnis des Stiftes St. Kastor in Karden verzeichnet (MRUB 1,400). 1097 wird "Kerne" als einziges Dorf im Kreis genannt, das im Mittelalter dem Landkapitel Ochtendung unterstand (Höfer: Zeitschr. I, 344f.). 1280 verzichtete der Ritter Hermann von Löf auf ein Drittel des Zehnten vom Wein- und Getreidezehnt in Moselkern zugunsten des Stifts Münstermaifeld (MRR IV, 705). 1337 hatte Johann von Eltz, Burggraf zu Baldeneltz, ein Gut in Moselkern von Kurtrier zu Lehen (CDRM III, 2227). 1424 wurde Johann von Eltz von Kurtrier mit dem Lehen seines Vaters Richard, darunter auch Weinbergen in Moselkern, belehnt (CDRM IV, 179). 1442 erhielt Johann von Eltz Weinrenten, Hof und Gefälle aus dem Besitz seiner Gemahlin Agnes von Kobern von Kurtrier zu Lehen; noch 1794 gehört der Hof den Grafen von Eltz und von der Leyen gemeinsam (LHAKo 1 C 14482). Ein Priester in "Kerne" wird im Jahre 1288 in dem Testament des Rudolf von Polch genannt (MRR IV,1526). In der um 1330 entstandenen "Taxa generalia" wird Moselkern als "capella sive plebania" mit einem Frühmessner aufgeführt. Im 16. Jahrhundert erhielt die Kirche wahrscheinlich die vollen Pfarrrechte zu Ehren des hl. Valerius (Pauly: Ochtendung S. 256). Aus dieser Zeit stammt auch die wertvolle Einzelfigur des hl. Bischofs Valerius auf dem rechten Seitenaltar. Der heutige Kirchenbau ist nach den Plänen des kurtrierischen Baumeisters Wirth 1789 errichtet.

Wappenbeschreibung:
In schwarz eine silberne wellenförmige Deichsel, oben ein rotbewehrter und -gezungter goldener Löwenkopf, vorne ein goldener Grabstein, hinten eine goldene Mitra.

Begründung:
Die wellenförmige Deichsel weist auf den Zusammenfluss der Elz in die Mosel hin, an dem der Ort Moselkern liegt. Der Grabstein ist eine Abbildung des um 1800 ausgegrabenen Merowingerstein aus dem 7. Jahrhundert, eine der frühesten monumentalen christlichen Darstellungen des Abendlandes. An den Kirchenpatron, den hl. Bischof Valerius, erinnert die Mitra. Sein Bildnis befindet sich auf dem Gerichts- und Schöffensiegel vom Jahre 1562 und 1765.

Beschluss des Gemeinderates:
Bürgermeister Weckbecker beauftragte am 29.08.1980 den Heraldiker A. Friderichs, drei Wappenentwürfe vorzulegen. Die ersten drei Vorschläge wurden vom Gemeinderat abgelehnt, nach zwei weiteren Vorschlägen stimmte der Rat am 12.11.1981 dem Entwurf Nr. 1 zu.

Fachheraldisches Gutachten:
Mit Schreiben vom 31. Juli 1981 teilte das Landeshauptarchiv in Koblenz mit: "Von seiten des Landeshauptarchivs bestehen gegen den vorgelegten Entwurf keine Bedenken." (Az. 2 Zi/270- Moselkern, gez. Dr. Zimmer).

Genehmigung:
Bezirksregierung Koblenz v. 12.02.1982 (Az. 100-08, gez. Robischon).

Wappenentwurf:
A. Friderichs, Zell/Mosel


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